Piepers Perspektive (DE)
Ansichten und Beiträge vom deutschen Management Team zu aktuellen Themen und Lösungen aus dem Hause Juniper sowie zu wichtigen Trends in der IT Industrie.
MartinRausche

Label Switching von Gestern bis Morgen

by Juniper Employee on ‎06-06-2012 09:39 AM

Mitte der 1990er Jahre wurde eine neue Technologie ins Leben gerufen. Man wollte nicht mehr "langsam" mittels Routing bzw. Suchen nach dem besten/längstem Treffer in einer großen Tabelle von Adressen nach dem Ziel forschen, um dann die Pakete erst weiter leiten zu können. Der damalige Versuch eine Beschleunigung zu erreichen, nannte sich da noch Tag Switching - sicher auch, weil Switching schneller klingt als Routing - was sich dann über die Zeit in Multiprotocol Label Switching (MPLS) weiterentwickelt hat.

 

Damals hatte man aber noch keinen echten Vorteil durch das Umsetzen von einer Routing- in eine Switching-Entscheidung, denn weder die Hardware- noch Software-Architektur lies es zu, daraus einen Mehrwert an Geschwindigkeit zu erreichen. Außerdem glaubte man noch an ATM als die universelle Switching-Technologie. Als Juniper dann Router mit einer Trennung von Data Plane (spezialisierte Hardware zum reinen Weiterleiten der Pakete) und Control Plane (generell verfügbare Hardware zum flexiblen Bearbeiten der Routing-Protokolle) einführte, war der hardwaretechnische Grundstein für eine Geschwindigkeitssteigerung für Paketnetze gelegt.

 

Über die Jahre wurden immer weitere Sprünge auch in den Standards erreicht, die es heute ermöglichen, eine optimierte MPLS-Infrastruktur zu bauen. Der "MPLS-Layer" hat sich zum Transportlayer weiterentwickelt. Alle Netzwerkdienste setzen heute auf IP und den darunter liegenden MPLS-Transportlayer.

 

Der nächste Schritt der Evolution ist die Integration der kompletten Transportinfrastruktur in einem Gerät. Noch heute sind die Welt des optischen und paketbasierten Transports getrennt. Das führt neben der Tatsache, dass auf den verschiedenen Transportebenen im Falle eines Ausfalls unterschiedlich und eventuell gegenläufig repariert wird, auch auf der organisatorischen Ebene zu starken Überschneidungen und Ineffizienzen. Das Zusammenführen zu einem Transport erlaubt hierbei erhebliche Optimierungen.

 

Durch die Konzentration weg vom Routing zum Label Switching werden neben den oben genannten Netzwerk- und Organisationsverbesserungen auch preisliche Verbesserungen bei der Hardware erreicht. Durch den Einsatz spezialisierter Hardware für den Transportbereich lassen sich Einsparungen erreichen und die Übertragungsleistungen des Netzes erhöhen und verbessern ohne die Flexibilität und den Funktionsreichtum einer IP-Service-Infrastruktur zu verlieren. Die Dienste werden in Data Centern zentral oder am Edge des Netzes zur Verfügung gestellt und basierend auf einer Super-Core-Architektur transportiert.

 

Der Juniper PTX ist das erste, bahnbrechende und derzeit einzige Gerät, das dieses Umdenken im Netzwerk Service Provider Bereich konsequent und kostenoptimiert abbildet. Den langen Weg vom Tag Switching zum hochoptimierten Pakettransport bringen wir damit wieder einen Quantensprung näher ans Ziel des New Networks. Dafür steht Juniper: Leading by Innovation.

 

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