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Ein autonomes Transportnetzwerk für 5G
Aug 9, 2019

In vier Schritten zu einem effizienteren, kostengünstigeren Netzwerkmodell

5G ist ohne Frage eine aussichtsreiche Technologie. Sie bringt jedoch auch neue Herausforderungen für Transportnetzwerke mit sich, darunter einen enormen Anstieg des mobilen Datenverkehrs, mehr Basisstationen und Zugangspunkte auf gleichem Raum, strikte Latenzanforderungen und eine Vielzahl neuer Anwendungsszenarien in verschiedenen vertikalen Märkten. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen sind zusätzliche Kapazitäten und Anbindungsmöglichkeiten, eine bessere Synchronisierung und stärkere Sicherheit erforderlich.

 

Die Umsätze vieler Serviceanbieter steigen derzeit allerdings kaum oder gar nicht, sodass sie Kosten einsparen müssen, statt zu investieren. Das gilt besonders für die Betriebskosten, die in den meisten Unternehmen den weitaus größten Teil der Ausgaben ausmachen. Vor diesem Hintergrund sind eine rentable Implementierung von 5G-Netzwerken und den Services, die die Kunden erwarten, ohne Automatisierung kaum vorstellbar.

 

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Wir bei Juniper Networks sind davon überzeugt, dass die Netzwerkautomatisierung in mehreren Phasen ablaufen und letztlich zu unserer Zukunftsvision führen wird – zum Self-Driving Network. Unser Unternehmen war eingeladen, auf dem Ericsson 5G Transport Summit 2019 einen Vortrag zu halten, und Kireeti Kompella, CTO Engineering bei Juniper, stellte in diesem Rahmen die einzelnen Phasen vor.

 

 

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Von Menschen gesteuerte Automatisierung

Wie der Name schon andeutet, wird hier der Mensch – zum Beispiel ein Netzwerkadministrator – durch automatisierte Prozesse unterstützt, um effizienter arbeiten zu können.

 

Ein Anwendungsbeispiel ist das Network Slicing, eine praktische Möglichkeit für Serviceanbieter, neue Services mit verschiedenen leistungs- und funktionstechnischen Anforderungen zu hosten. Mit Network Slicing können individuelle Dienste unter Nutzung global konfigurierter Ressourcen angeboten werden.

 

Prozesse und Konzepte wie die automatische Bereitstellung, Quality of Service, Traffic-Engineering und Steuerfunktionen ermöglichen eine effiziente Verwaltung der einzelnen Network Slices.

 

Ereignisgesteuerte Automatisierung

Immer mehr Unternehmen öffnen sich dem Internet der Dinge und daher wird aller Voraussicht nach die Anzahl der mit 5G-Netzen verbundenen Geräte explosionsartig zunehmen. Viele IoT-Geräte haben jedoch keine oder nur unzureichende eigene Sicherheitsvorkehrungen und werden daher oft von Hackern für groß angelegte DDoS-Angriffe missbraucht.

 

Die ereignisgesteuerte Automatisierung bietet Funktionen, mit denen sich das Risiko eines erfolgreichen Angriffs deutlich senken lässt. Dazu gehören die Erkennung komplexer Malware, die Einleitung von Maßnahmen zur Angriffsabwehr mit nur einem Fingertipp sowie Verhaltensanalysen auf der Basis von Echtzeit-Telemetriedaten und regelbasierten Aktionen.

 

Maschinengesteuerte Automatisierung

Mithilfe von Algorithmen für maschinelles Lernen können Netzwerke ihren Zustand selbst überwachen. Systeme können so programmiert werden, dass sie in bestimmten Situationen eigenständig Entscheidungen treffen und Änderungen im Netzwerk vornehmen, die Entscheidung in anderen Situationen aber weiterhin an Menschen delegieren.

 

Beispielsweise kann ein Roboter Telemetriedaten auswerten, um den Zustand mehrerer Netzwerkknoten zu überwachen. So erkennt der Roboter, wenn eine Verbindung ausfällt oder nicht mit der gewohnten Effizienz funktioniert. Er kann diese Daten dann an einen WAN-Controller senden, der den Datenverkehr so umleitet, dass die Verbindung umgangen wird.

 

Das autonome Netzwerk

Durch die richtige Kombination von ML- und Closed-Loop-Algorithmen entsteht ein autonomes Netzwerk wie das Self-Driving Network von Juniper. Ein solches Netzwerk ist so programmiert, dass gesetzte Ziele automatisch erreicht werden können.

 

Ein autonomes Netzwerk wendet Deep-Learning-Verfahren auf historische und Echtzeitdaten an, um sich mit minimalem menschlichem Eingriff selbst zu konfigurieren, überwachen, verwalten, korrigieren, schützen und analysieren. Für Netzwerkarchitekten und ‑administratoren bedeutet das mehr Zeit für die Entwicklung und Überwachung der Algorithmen und andere innovative Tätigkeiten.

 

Mit den genannten vier Schritten können Serviceanbieter ihre 5G-Transportnetzwerke nach und nach automatisieren. Das Ergebnis sind effizientere Abläufe, Kostensenkungen und mehr Umsatz.

 

Juniper betrachtet diesen Weg als eine ständige Weiterentwicklung von Infrastruktur und Software. Die Gestaltung, Implementierung und der Betrieb des Netzwerks werden vereinfacht, und anstatt einzelne Geräte verwalten zu müssen, können Serviceanbieter den gesamten Betriebslebenszyklus mit einer einzigen integrierten Softwaresuite automatisieren.

 

Lesen Sie mehr zum Thema Self-Driving Network und zur Vision von Juniper.

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